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Geografie üben: Maßstab, Bevölkerung und Niederschlag

Maßstab, Bevölkerungsdichte und Niederschlag mit fiktiven Daten, sechs Schaubildern und nachvollziehbaren Rechenwegen.

Für Unterricht, Nachhilfe und Lernen zu Hause in Deutschland. A4 ist voreingestellt. Wähle den Zahlenraum passend zur aktuellen Aufgabe. Lehrpläne und Schulschriften unterscheiden sich je nach Bundesland; diese Materialien beanspruchen keine amtliche Anerkennung.

Aktualisiert:

Geografische Aufgaben verbinden Zahlen mit Fragen über Räume, Verteilungen und zeitliche Veränderungen. Eine Kartenstrecke, eine Bevölkerungsdichte oder ein Niederschlagsmittel benötigt eine Interpretation. Lernende sollten erklären können, was das Ergebnis beschreibt und welche zusätzlichen Aussagen durch die Daten nicht gedeckt sind. Eine korrekt ausgeführte Rechnung ist dafür notwendig, aber nicht immer ausreichend.

Dieser Leitfaden behandelt Maßstab, Bevölkerungsdichte und Niederschlagsdaten mit eigenen Beispielen, sechs Schaubildern und einer Lernkontrolle. Alle verwendeten Gebiete und Übungswerte sind fiktiv. Die Geografieübungen bieten ausgewählte Formate und keinen aktuellen Atlas oder eine vollständige Statistik realer Orte. Für örtliche Untersuchungen müssen geeignete Originaldaten gesondert ausgewählt werden.

1. Darstellung und Frage vor der Rechnung lesen

Titel, Legende und Herkunft prüfen

Eine Karte wählt Informationen für einen bestimmten Zweck aus. Titel, Legende, Maßstab, Datum und Quelle helfen, diesen Zweck zu verstehen. Ein schematischer Liniennetzplan kann Verbindungen hervorheben, ohne jede Entfernung maßstäblich abzubilden. Eine Linie mit dem Lineal zu messen ist deshalb nicht bei jeder Darstellung sinnvoll, nur weil sie wie eine Karte aussieht.

Klären Sie zuerst, ob eine Luftlinienentfernung, eine eingezeichnete Route, eine mittlere Dichte oder ein Vergleich von Zeitabschnitten gesucht wird. Diese Frage bestimmt die benötigten Angaben. Dieselbe Tabelle kann für eine Berechnung ausreichen und für eine andere unvollständig sein. Die Auswahl der Zahlen gehört zur geografischen Interpretation und darf nicht durch eine beliebige Rechenregel ersetzt werden.

Fiktive Beispiele und reale Beobachtungen trennen

Die Werte dieses Leitfadens wurden für überschaubare Unterrichtsrechnungen erfunden. Diese Kennzeichnung muss erhalten bleiben, wenn die Aufgabe weiterverwendet wird. Ordnen Sie die Zahlen nicht nachträglich einer realen Stadt zu, um einen örtlichen Bezug vorzutäuschen. Wenn tatsächliche Daten eingesetzt werden, dokumentieren Sie Quelle, Zeitraum, Einheit und räumliche Abgrenzung.

Auch ein realer Karteneintrag beantwortet nicht jede aktuelle Frage. Ein eingezeichneter Fluss sagt nicht automatisch, ob eine bestimmte Stelle heute passierbar ist. Eine Bevölkerungszahl erklärt nicht allein die Ursachen ihrer Verteilung. Lassen Sie unterscheiden, welche Information dargestellt wird und welche weitere Aussage zusätzliche Belege oder einen anderen Datensatz benötigt.

Die Fragestellung bestimmt die benötigten Angaben; Titel, Legende, Quelle, Datum und Einheiten helfen, die geografische Darstellung einzuordnen.

2. Einen numerischen Maßstab verstehen

In der Verhältnisangabe dieselbe Einheit verwenden

Der Maßstab 1:50.000 bedeutet, dass eine Längeneinheit in der Karte fünfzigtausend derselben Einheiten in der dargestellten Wirklichkeit entspricht, innerhalb des verwendeten Maßstabsmodells. Ein Zentimeter steht somit für fünfzigtausend Zentimeter. Die Verhältnisangabe verwandelt Zentimeter nicht automatisch in Meter. Eine Umrechnung ist ein eigener begründeter Schritt.

Eine gemessene Strecke von 6 cm entspricht daher 6 × 50.000 = 300.000 cm. Das sind 3.000 m und damit 3 km. Schreiben Sie die Einheiten an jeder Stufe mit. So bleibt sichtbar, ob der Maßstab richtig angewandt oder bei einer Umrechnung versehentlich eine andere Größenordnung eingeführt wurde.

Eine einfachere Entsprechung daraus ableiten

Derselbe Maßstab lässt sich als 1 cm entspricht 500 m beziehungsweise 0,5 km ausdrücken. Sechs Zentimeter ergeben dann 6 × 0,5 = 3 km. Diese verkürzte Rechnung sollte mit der vollständigen Umrechnung verbunden werden. Sonst erscheinen zwei zusammenhängende Verfahren als voneinander unabhängige Regeln, deren Anwendung nur auswendig gelernt wird.

Verändern Sie zunächst die Kartenlänge, während der Maßstab gleich bleibt. Später kann ein anderer Maßstab hinzukommen. Werden Einheit, Verhältnis und Frage gleichzeitig verändert, lässt sich eine Schwierigkeit schlechter lokalisieren. Die Maßstabsübungen können die angebotenen Rechenformate nach der Erklärung des Verhältnisses unterstützen.

Sechs Zentimeter im Maßstab eins zu fünfzigtausend entsprechen dreihunderttausend Zentimetern beziehungsweise drei Kilometern.

3. Gerade Entfernung und Route auseinanderhalten

Die tatsächlich gefragte Strecke messen

Eine direkte Linie verbindet zwei Punkte ohne die Umwege einer Route. Ein eingezeichneter Weg kann aus mehreren Abschnitten bestehen. Betragen diese im Beispiel 2 cm, 3 cm und 4 cm, ergibt die Summe 9 cm. Im Maßstab 1:50.000 entspricht die dargestellte Route damit 4,5 km.

Wenn die direkte Verbindung der Endpunkte sechs Zentimeter misst, beträgt sie drei Kilometer. Die Route ist im Beispiel 1,5 km länger. Benennen Sie beide Größen in der Antwort. Nur 4,5 ohne Einheit und Bezug sagt nicht, ob die Route, ein Unterschied oder ein anderer Wert berechnet wurde.

Grenzen des Messmodells nennen

Das Beispiel setzt voraus, dass die Abschnitte den gewählten Weg angemessen abbilden und der Maßstab zum verwendeten Dokument passt. Es berücksichtigt nicht jede Kurve, Steigung oder aktuelle Zugangssituation eines realen Weges. Die Messung liefert deshalb nicht automatisch eine exakte Gehstrecke oder eine verlässliche Reisezeit. Solche Fragen brauchen weitere Bedingungen.

Beim Vergrößern einer Abbildung oder Verändern des Druckformats kann ein aufgedruckter numerischer Maßstab seine Beziehung zur Linealmessung verlieren. Eine gemeinsam proportional vergrößerte Maßstabsleiste kann weiterhin eine passende Referenz bieten, muss aber ebenfalls geprüft werden. Eine beliebig skalierte Bildschirmaufnahme ist nicht ohne Kontrolle als physisch maßstäbliche Karte verwendbar.

4. Bevölkerungsdichte berechnen und deuten

Bevölkerung auf die passende Fläche beziehen

Ein fiktives Gebiet A hat 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf 60 km². Seine mittlere Bevölkerungsdichte beträgt 24.000 ÷ 60 = 400 Personen je km². Die Einheit gehört zur Antwort, weil sie den Bezug zwischen Bevölkerung und Fläche ausdrückt. Die Zahl vierhundert allein benennt noch keine geografische Größe.

Die Definition des Statistischen Bundesamtes zur Bildung solcher Indikatoren erläutert die Beziehung von Wohnbevölkerung und Regionsfläche. Bei echten Daten müssen beide Angaben räumlich zusammenpassen. Bevölkerung einer alten Gebietsgrenze und Fläche einer neuen Abgrenzung dürfen nicht ohne Erklärung kombiniert werden. Auch Stichtag und verwendete Definitionen sind zu prüfen.

Gesamtbevölkerung und mittlere Dichte vergleichen

Gebiet B hat 18.000 Personen auf 30 km², also 600 Personen je km². A besitzt die größere Gesamtbevölkerung, B jedoch die größere mittlere Dichte. Die Aussagen widersprechen sich nicht, denn sie beantworten unterschiedliche Fragen. Lassen Sie erläutern, warum die kleinere Bevölkerung auf der wesentlich kleineren Fläche zu einem größeren Quotienten führt.

Eine Dichte von vierhundert bedeutet nicht, dass in jedem einzelnen Quadratkilometer exakt vierhundert Menschen wohnen. Das Gebiet kann dicht bebaute Siedlungen, Landwirtschaftsflächen und kaum bewohnte Bereiche enthalten. Der Mittelwert beschreibt die Beziehung für das gesamte betrachtete Gebiet. Die innere Verteilung benötigt zusätzliche räumliche Informationen und lässt sich nicht vollständig aus einer Zahl rekonstruieren.

Gebiet A hat mehr Menschen insgesamt, Gebiet B jedoch die größere Dichte: vierhundert gegenüber sechshundert Personen je Quadratkilometer.

5. Gebiete zusammenfassen und Mittelwerte prüfen

Erst Gesamtbevölkerung und Gesamtfläche bilden

Für A und B zusammen ergeben sich 42.000 Personen auf 90 km². Die gemeinsame Dichte beträgt 42.000 ÷ 90 ≈ 466,7 Personen je km². Der Quotient verwendet die Gesamtgrößen des zusammengefassten Gebietes. Diese Vorgehensweise erhält die Bedeutung von Bevölkerung pro Fläche und berücksichtigt die unterschiedlichen Größen der Teilgebiete.

Das einfache Mittel aus vierhundert und sechshundert wäre fünfhundert. Es entspricht hier nicht der gemeinsamen Bevölkerungsdichte, weil die Flächen verschieden groß sind. Das einfache Mittel gewichtet beide Gebietsdichten gleich, unabhängig von ihrer Fläche. Erklären Sie diese Unterscheidung, bevor eine allgemeine Formel für gewichtete Mittelwerte eingeführt wird.

Aus einer Dichte keine vollständige Raumdiagnose ableiten

Bevölkerungsdichte allein bestimmt nicht Lebensqualität, Wohnbedingungen oder die Versorgung mit Dienstleistungen. Diese Fragen benötigen andere Indikatoren und Kontext. Auch im dichter besiedelten Gebiet können große räumliche Unterschiede bestehen. Vermeiden Sie eine Aufgabe, die aus einem einzigen Quotienten eine umfassende Bewertung der Lebensverhältnisse ableiten lässt.

Das Themenangebot zum Bevölkerungsstand bei Destatis kann eine Erweiterung mit echten Daten unterstützen. Wählen Sie die passende Tabelle und halten Sie Datum sowie räumlichen Bezug fest. Die fiktiven Zahlen dieses Leitfadens stammen nicht aus dieser Statistik und sollten auch bei einer Weiterverwendung klar von amtlichen Angaben getrennt bleiben.

Die gemeinsame Dichte entsteht aus zweiundvierzigtausend Personen geteilt durch neunzig Quadratkilometer, ungefähr vierhundertsechsundsechzig Komma sieben.

6. Niederschlagswerte mit verschiedenen Kennzahlen beschreiben

Summe, Mittelwert und Spannweite berechnen

Vier fiktive Monatswerte lauten 40, 60, 20 und 80 mm. Die Summe ist 200 mm. Das arithmetische Mittel der vier Monatswerte beträgt 200 ÷ 4 = 50 mm. Die Spannweite ist die Differenz aus größtem und kleinstem Wert: 80 − 20 = 60 mm. Jede Kennzahl beschreibt eine andere Eigenschaft der Reihe.

Die Summe fasst den Niederschlag über den betrachteten Zeitraum zusammen. Der Mittelwert verteilt diese Summe rechnerisch gleichmäßig auf die vier Monate. Die Spannweite beschreibt den Abstand der Extremwerte. Fragen Sie, welche Kennzahl zur Aufgabenstellung passt. Eine richtig berechnete Spannweite beantwortet keine Frage nach dem Gesamtwert.

Den Mittelwert nicht mit jedem Einzelmonat gleichsetzen

Keiner der vier Monatswerte beträgt fünfzig Millimeter. Trotzdem ist fünfzig das korrekte arithmetische Mittel. Ein Mittelwert muss also nicht als einzelner Messwert vorkommen. Er beweist außerdem nicht, dass in jedem Monat oder an jedem Tag dieselbe Niederschlagsmenge fiel. Eine Darstellung der einzelnen Werte macht diese Grenze anschaulich.

Die Niederschlagsübungen bieten ausgewählte Zusammenfassungen von Daten. Wenn ein Diagramm ergänzt wird, müssen Achsen, Einheit und Zeitraum beschriftet sein. Höhere Balken lassen sich nur unter Beachtung der jeweiligen Skala vergleichen. Zwei getrennte Diagramme mit unterschiedlichen Achsen dürfen nicht allein nach ihrer sichtbaren Balkenhöhe beurteilt werden.

Die vier Monatswerte vierzig, sechzig, zwanzig und achtzig Millimeter ergeben Summe zweihundert, Mittelwert fünfzig und Spannweite sechzig Millimeter.

7. Fehlende Werte und Zeiträume richtig einordnen

Null und eine Datenlücke unterscheiden

Ein gemeldeter Niederschlagswert von null Millimetern ist eine andere Information als ein Monat ohne verfügbaren Wert. Eine Lücke automatisch als null zu behandeln kann Summe und Mittelwert verändern. Der Umgang mit fehlenden Angaben muss deshalb ausdrücklich festgelegt werden. Für einen Einstieg kann zunächst eine vollständige Reihe verwendet werden, bevor solche Fälle hinzukommen.

Sind nur drei von vier Monaten bekannt, ist deren Mittelwert nicht ohne Kennzeichnung der Mittelwert des vollständigen Viermonatszeitraums. Notieren Sie die Anzahl verwendeter Werte und die abgedeckten Monate. Eine sauber ausgeführte Division behebt keine unvollständige Datengrundlage. Die Reichweite der Zusammenfassung gehört zur Interpretation des Ergebnisses.

Eine kurze Reihe von langfristigen Klimabezügen trennen

Vier erfundene Monatswerte charakterisieren nicht das gesamte Klima einer Region und beweisen keinen langfristigen Trend. Eine Frage nach einem kurzen Beobachtungszeitraum ist anders zu beantworten als eine Untersuchung langjähriger Veränderungen. Dabei sind Länge, Auswahl und Vergleichbarkeit der Reihen wesentlich. Die Aufgabe sollte nicht mehr Aussagekraft unterstellen, als die vorgelegten Daten besitzen.

Der Berliner Umweltatlas erläutert die Datengrundlage langjähriger Niederschlagsmittel für 1991 bis 2020. Dort werden tatsächliche Daten und ihr Referenzzeitraum beschrieben. Eine solche Quelle kann eine örtliche Vertiefung unterstützen. Die vier Werte dieses Leitfadens sind dagegen reine Übungszahlen und keine Messreihe für Berlin oder einen anderen realen Ort.

8. Eine passende Rückmeldung vorbereiten

Rechenweg und geografische Beziehung getrennt prüfen

Wer 24.000 mit sechzig multipliziert, kann eine Multiplikation korrekt ausführen, hat aber nicht die Bevölkerung pro Fläche berechnet. Die Rückmeldung sollte die Beziehung klären, bevor weitere Divisionen oder Multiplikationen gefordert werden. Wenn die richtige Division gewählt und nur falsch gerechnet wurde, ist ein anderer nächster Schritt sinnvoll.

Beim Maßstab kann ein Ergebnis von 300.000 Metern statt Zentimetern auf eine verlorene Einheit hinweisen. Lassen Sie die Einheitenfolge zeigen und die Änderung lokalisieren. Eine pauschale Bemerkung zur Sorgfalt sagt nicht, welche Entscheidung korrigiert werden muss. Der Kommentar sollte die betreffende Stelle benennen und eine erneute Anwendung ermöglichen.

Darstellungsbedingungen kontrollieren

Verwenden Sie deutliche Zahlen, beschriftete Achsen und ausreichend Platz für Zwischenrechnungen. Wenn gemessen werden soll, prüfen Sie das Druckformat. Eine Legende sollte auch ohne Farbdruck verständlich bleiben. Schwierigkeiten durch unlesbare oder unmaßstäbliche Materialien dürfen nicht stillschweigend als fehlendes geografisches Verständnis gewertet werden.

Notieren Sie erlaubte Hilfen wie Taschenrechner oder Umrechnungstabelle. Sie können passend sein, verändern aber, welche Leistung unabhängig gezeigt wird. Eine neue Aufgabe mit weniger Hilfe kann später Selbstständigkeit prüfen. Verändern Sie dabei nicht gleichzeitig alle Zahlen, Einheiten und Textanforderungen, wenn die Wirkung einer bestimmten Unterstützung beobachtet werden soll.

Zwei plausible Antworten begründet vergleichen

Stellen Sie fünfhundert und ungefähr 466,7 als mögliche Antworten für die gemeinsame Dichte gegenüber. Beide können durch korrekt ausgeführte Rechnungen entstehen. Nur der zweite Wert entspricht jedoch dem Quotienten aus Gesamtbevölkerung und Gesamtfläche des Beispiels. Die Erklärung dieses Unterschieds zeigt mehr als das Wiederholen einer Formel ohne Bezug zu den Gebietsdaten.

Vergleichen Sie auch zweihundert, fünfzig und sechzig bei der Niederschlagsreihe. Alle drei Werte sind im Beispiel sinnvoll, bezeichnen aber unterschiedliche Kennzahlen. Die Person soll die Frage zur jeweiligen Zahl finden und begründen. So lässt sich erkennen, ob Rechenverfahren und Bedeutung miteinander verbunden oder lediglich als isolierte Rezepte gespeichert wurden.

Vergleichbare Zeitpunkte sichern

Bei zwei realen Bevölkerungsangaben muss geprüft werden, ob sie sich auf denselben Stichtag oder auf unterschiedliche Jahre beziehen. Eine sichtbare Differenz kann sonst zugleich räumliche und zeitliche Veränderungen enthalten. Halten Sie diese Bedingungen in der Tabelle fest. Wenn der Vergleich bewusst verschiedene Zeitpunkte verwendet, sollte die Frage genau darauf ausgerichtet sein. Eine scheinbar einheitliche Spaltenüberschrift darf nicht verdecken, dass die Zahlen unterschiedliche Situationen beschreiben und deshalb nur mit entsprechender Einordnung verglichen werden können.

Rundung und Genauigkeit transparent behandeln

Bei der gemeinsamen Dichte wurde auf eine Nachkommastelle gerundet. Eine andere geforderte Rundung kann einen anders dargestellten, aber sachlich passenden Näherungswert ergeben. Geben Sie die gewünschte Genauigkeit vorher an und prüfen Sie, ob ein Unterschied aus Rundung oder aus einer falschen Beziehung stammt. Das sind verschiedene Befunde.

Eine sehr genaue Dezimalzahl ist nicht automatisch eine besonders genaue Beschreibung der Wirklichkeit. Wenn Ausgangsdaten gerundet, zeitlich begrenzt oder räumlich grob zusammengefasst sind, bleibt diese Unsicherheit bestehen. Für die fiktiven Rechnungen kann eine vorgegebene Genauigkeit sinnvoll sein; bei realen Daten muss sie zusätzlich zur Qualität und Bedeutung der Ausgangswerte passen.

9. Eine eigene Lernkontrolle bearbeiten

Aufgaben mit neuen fiktiven Daten

Die Aufgaben prüfen ausgewählte Beziehungen und sind keine standardisierte Prüfung. Die Gebiete und Messreihen bleiben erfunden. Verlangen Sie Einheiten und geeignete Kontrollen; für nicht endende Quotienten kann auf eine Nachkommastelle gerundet werden.

  1. Welcher Entfernung entsprechen 8 cm im Maßstab 1:25.000?
  2. Eine Route besteht im selben Maßstab aus 3 cm, 4 cm und 5 cm. Wie lang ist sie dargestellt?
  3. Ein Gebiet hat 15.000 Personen auf 50 km². Berechnen Sie die mittlere Bevölkerungsdichte.
  4. Ein zweites hat 12.000 Personen auf 20 km². Welches ist dichter besiedelt?
  5. Wie hoch ist die gemeinsame Dichte der beiden Gebiete?
  6. Berechnen Sie Summe, Mittelwert und Spannweite für 10, 30, 50 und 70 mm.
  7. Warum darf ein fehlender Monatswert nicht automatisch durch null ersetzt werden?

Lösungen mit geografischer Deutung

Acht Zentimeter entsprechen 200.000 cm beziehungsweise 2 km. Die Route misst zwölf Zentimeter und steht für 3 km. Die erste Dichte beträgt 300 Personen je km², die zweite 600 Personen je km². Das zweite Gebiet ist im Mittel dichter besiedelt, obwohl seine Gesamtbevölkerung kleiner ist. Gemeinsam ergeben sich 27.000 ÷ 70 ≈ 385,7 Personen je km².

Die Niederschlagswerte haben die Summe 160 mm, den Mittelwert 40 mm und die Spannweite 60 mm. Ein fehlender Wert bezeichnet eine Informationslücke, nicht die beobachtete Menge null. Bei einer abweichenden Antwort sollte zuerst geklärt werden, welche Größe berechnet oder welche Annahme eingeführt wurde, bevor nur die Endzahl korrigiert wird.

Die Lernkontrolle ergibt zwei und drei Kilometer, Dichten von dreihundert und sechshundert sowie Niederschlagssumme hundertsechzig, Mittelwert vierzig und Spannweite sechzig Millimeter.

10. Die nächste Geografieaufgabe auswählen

Einzelne Grundlagen oder eine Kombination verwenden

Wählen Sie Maßstab, Bevölkerungsdichte oder Niederschlag nach der beobachteten Schwierigkeit. Der Geografie-Aufgabensatz verbindet ausgewählte Fähigkeiten. Er ist keine vollständige Prüfung über alle geografischen Themen und keine amtliche Darstellung eines bestimmten Gebietes.

Mit dem Testdesigner können eigene Folgen vorbereitet werden. Kriterien für Beziehung, Rechnung, Einheit und Interpretation können helfen, wenn sie zur Aufgabe passen. Berücksichtigen Sie fortgeführte Fehler angemessen: Eine frühe Umrechnung kann spätere Werte beeinflussen, obwohl die nachfolgenden Schritte in sich korrekt ausgeführt wurden.

Funktionen anhand einer wirklichen Vorbereitung prüfen

Beginnen Sie mit einer kostenlosen Übung und betrachten Sie die Beispiele der Bibliothek. Der Vergleich von kostenlos und Plus zeigt aktuelle Speicherfunktionen und Grenzen. Entscheiden Sie nach Ihrer Vorbereitung und Wiederverwendung, nachdem Sie Inhalte und Formate für die Lerngruppe geprüft haben.

Für eine örtliche Vertiefung ersetzen Sie die Übungszahlen durch verifizierte Angaben und bewahren deren Herkunft. Frage, Einheit, Zeitraum und Gebiet müssen miteinander verbunden bleiben. So hilft die Rechnung, räumliche Beziehungen zu verstehen, ohne eine umfassendere Aussage vorzutäuschen, als die verfügbaren Informationen erlauben.

Den gemessenen Abstand genau benennen

Bei einem Maßstab von 1:50.000 entspricht ein Zentimeter auf der Karte einem halben Kilometer in der Wirklichkeit. Vier Zentimeter ergeben somit zwei Kilometer. Lassen Sie zuerst schätzen und anschließend die Einheiten vollständig umrechnen. Fragen Sie danach, welcher Abstand überhaupt gemessen wurde. Eine gerade Verbindung zwischen zwei Orten ist nicht automatisch die Länge der Straße. Für eine kurvenreiche Route muss deren Verlauf berücksichtigt werden. Ein richtig umgerechneter Wert kann deshalb trotzdem die falsche Frage beantworten. Vergleichen Sie beide Messweisen an einer geeigneten Karte und beschriften Sie die Ergebnisse eindeutig. Bei vergrößerten oder verkleinerten Ausdrucken ist auch zu prüfen, ob der angegebene Zahlenmaßstab noch gilt. Ein mitvergrößerter Maßstabsbalken hilft dabei, die tatsächliche Darstellung zu berücksichtigen.

Fächer und Kompetenzen

Dies sind eigenständig erstellte Übungen. Die Stufen dienen der Orientierung und belegen keine nationale Lehrplanzertifizierung.